• "Sea of Love" und "Basic Instinct" - Hollywood im Gender Trouble

  • Cornelia Charlotte Reuscher

  • isbn:

    9783638539111

    edition:

    1. Auflage, digitale Originalausgabe

    language:

    de

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen, Note: 1,3, Universität Hamburg, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: „Sea of Love“ (1989) und „Basic Instinct“ (1992) - zwei Filme mit verblüffend ähnlicher Handlung, in der sich Kriminal- und Liebesgeschichte verflechten und die vor einem ähnlichen gesellschaftspolitischen Hintergrund entstanden. Die verschiedenen Elemente dieser Filme führen zu folgenden Fragestellungen: 1. Was bedeutet es, dass in zwei Hollywood-Mainstream-Filmen Frauen aktiv im Mittelpunkt stehen und die Rolle des „Schurken“ übernehmen? 2. Ist das Entstehen solcher Filme eine positive Reaktion auf den Feminismus zu verstehen, oder sind diese Filme in Anlehnung an Susan Faludi in einem antifeministischen Zusammenhang zu sehen? 3. Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Filmen im Hinblick auf die Darstellung der Geschlechter? Und lassen diese Rückschlüsse auf Stellenwert und Bewertung feministischer Ideen zu? Hierzu werden folgende Punkte untersucht: § Wie werden in diesen Filmen Geschlechterverhältnisse repräsentiert? § Was sagt die Inszenierung von Männlichkeit, Weiblichkeit, Hetero- und Homosexualität in diesen Filmen aus? § Wie sind diese Aussagen vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Entwicklung in den USA der 80/90er Jahre zu bewerten? Meine Vorannahme ist, dass zwischen 1989 und 1992 eine Entwicklung im Hinblick auf die Geschlechterverhältnisse in den USA stattgefunden hat, die sich im Umgang der beiden Filme mit dem gleichen Thema wiederspiegelt: Sowohl „Sea of Love“ als auch „Basic Instinct“ zeigen selbstsichere Frauen, die einem sich in einer Identitätskrise befindenden Mann gegenüber gestellt werden. Der Ausgang der Filme ist allerdings unterschiedlich: in „Sea of Love“ steht am Ende die Familie, Basic Instinct endet offen. Um die Filme einem gemeinsamen Genre zuordnen zu können, werde ich einen kurzen Exkurs zu Film Noir und Neo-Noir unternehmen, um Parallelen sowohl zwischen den beiden Filmen als auch zu ihren „Vorgängern“ aus den 40er Jahren aufzuzeigen, die in Bezug auf die Genderdiskussion relevant sind. Im Anschluss daran werde ich näher auf die Figuren eingehen. Bei dieser Analyse werde ich jeweils apparative, narrative und ikonographische Aspekte berücksichtigen. Schließlich werden die Figurenkonstellationen der beiden Filme miteinander verglichen und deren signifikante Unterschiede aufgezeigt, um im nächsten Kapitel die dort gewonnenen Erkenntnisse in Bezug zu den eingangs gestellten Fragen zu setzen.
extent:Online-Ressource, 32 Seiten
alternative ISBN/ISSN-s: urn : urn:nbn:de:101:1-2019030916195849700197